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Quartett aus Mexiko-Stadt
Konzert am Montag, 2. Juni
Sala de Cámara del Teatro Degollado
20.30 Uhr
Konzert am Dienstag, 3. Juni
Teatro Rosas Moreno - Lagos de Moreno
20.30 Uhr
Michael Meissner, Violine
Osvaldo Urbieta, Violine
Julia Dogadaeva, Viola
Vladimir Sagaido, Violoncello
Gastmusiker: Charles Nath, Klarinette
Programm:
Allegro KV anexo 19 (516c) aus dem Quintett für Klarinette und Streichquartett in B-Dur
von
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Quintett für Klarinette und Streichinstrumente in A-Dur op. 35 von Egon Kornauth (1891-1959)
Allegro moderato, Andante molto tranquilo, Allegro ma non troppo
Pause
Quintett für Klarinette und Streichinstrumente in A-Dur op. 146 von Max Reger (1873-1916)
Moderato ed amabile, Vivace, Largo, Poco Allegretto
EGON KORNAUTH, Komponist
Egon Kornauth erhielt schon als Schüler eine vielseitige Instumentalausbildung und trat als 15-jähriger als Pianist in Olmütz erstmals an die Öffentlichkeit. 1909 übersiedelte er nach Wien und begann sein Studium an der Wiener Musikakademie (bei Robert Fuchs und Franz Schreker) sowie an der Universität Wien (u.a. Musikwissenschaft bei Guido Adler). Schon 1910 unternahm er eine Konzertreise durch die USA und erhielt 1913 für seine Sonate für Viola und Klavier, op. 3, den Staatspreis.
1915 promovierte er mit einer Dissertation über „Die Thematische Arbeit in Joseph Haydns Streichquartetten nach 1780“ zum Dr. phil. und nahm bei Franz Schmidt privaten Kompositionsunterricht. 1919 erhielt er den Preis der „Gustav-Mahler-Stiftung“, 1922 den Kammermusikpreis des Landes Salzburg.
1926/27 leitete er das Symphonieorchester in Medan (Indonesien) und erhielt nach seiner Rückkehr 1929 den Kunstpreis der Stadt Wien. Von 1933 bis 1936 unternahm er eine mehrjährige Konzertreise durch Südamerika und Skandinavien. In den folgenden Jahren unternahm er verschiedene Konzertreisen in Europa und erhielt beim Wettbewerb der Wiener Konzerthausgesellschaft 1939 den 1. Preis. 1940 wurde er Professor für Musiktheorie an der Wiener Musikakademie. In der Zeit des Dritten Reichs war Kornauth wegen seiner Popularität und eingängigen Tonsprache zwar bei den Machthabern geschätzt, hielt jedoch — bis auf kleine Konzessionen, wie seine Mitgliedschaft in der Reichsmusikkammer — ohne Opportunismus Distanz, erneuerte z.B. (wohl durchaus demonstrativ) seine Beziehungen zu seinem früheren Professor an der Universität Wien, Guido Adler, der als Jude damals unter Hausarrest stand, und hielt diesen Kontakt bis zu Adlers Tod 1941.
Ab 1945 war er Professor für Komposition an der Salzburger Musikakademie Mozarteum und 1946/47 deren stellvertretender Direktor.
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