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Samstag 24
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Sala Guillermo del Toro
Instituto Cultural Cabañas |
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Jeder schweigt von etwas anderem
Regie: Marc Bauder, Dörte Franke, Farbe, 72 Min., 2005/2006, DVD, Untertitel in spanisch
Vier ehemalige politische Häftlinge der DDR, einst wegen ihrer offenen kritischen Haltung gegenüber dem SED-Regime zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, erzählen von ihren damaligen und gegenwärtigen Erfahrungen. Sie und ihre Familien haben das Trauma der Vergangenheit bis heute nicht überwunden – und ihre Nachkommen wollen davon im Grunde nichts mehr wissen. Und sie beklagen alle, dass die Täter von einst wieder obenauf schwimmen, während ihre Opfer immer noch mit der Vergangenheit und deren Auswirkungen auf die Gegenwart kämpfen. Nach offiziellen Schätzungen soll es in der DDR zwischen 200.000 und 250.000 politische Häftlinge gegeben haben.
Anne Gollin zum Beispiel wurde 1982, im Alter von 25 Jahren, festgenommen und zu einer Haftstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt. Begründung: “Verbreitung von Hetzliteratur”. Annes Sohn Sebastian war drei Jahre alt, als seine Mutter 1983 von der Bundesrepublik “freigekauft” wurde. Heute arbeitet die Frau als Guide und führt Besucher durchs Bundeskanzleramt und durch die ehemalige Stasi-Zentrale, auch durch die Arbeitsräume des einst gefürchteten Ministers für Staatssicherheit, Erich Mielke.
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