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Donnerstag 29

Sala Guillermo del Toro
Instituto Cultural Cabañas

 

Nach dem Fall


Regie:
Frauke Sandig, Farbe, 86 Min., 1999, 35 mm, Untertitel in englisch

Darsteller: Manfred Fischer, Gertrud Kielberg, Hagen Koch, Brian Ladd, Winfried Prem, Annette Simon, Janice Micallef, Martin Miles

Ein Dokumentarfilm über das nahezu spurlose Verschwinden eines Bauwerks, das einmal 160 Kilometer lang war: Rund zehn Jahre nach ihrem Fall 1989 ist von der Mauer, die einst West-Berlin umgab, so gut wie nichts mehr zu sehen. Erzählt wird diese Geschichte einer radikalen Spurenbeseitigung aus den unterschiedlichen Perspektiven verschiedener Personen. Als Zeitzeugen treten u.a. ein amerikanischer Historiker, ein Berliner Pfarrer und ein bayerischer Abriss-Experte auf. Gemeinsam ist ihren Aussagen, dass die Mauer und ihre Spuren, in der Absicht, die Vergangenheit zu vergessen, zu schnell und zu radikal beseitigt wurden. Auch die Spuren der ehemaligen NS-Regierungsgebäude, des Volksgerichtshofs und der Bunker von Hitler und Goebbels wurden lückenlos beseitigt. Alle wollten das, als würde dies das Problem der Teilung lösen. Dies war ein Irrtum, denn zehn Jahre später sprechen noch viele Deutsche von der "Mauer in den Köpfen". "Der Wunsch, die Vergangenheit zu vergessen", sagt Brian Ladd, "zeigt sich im Versuch, ihre Spuren zu zerstören." Mit den sichtbaren Spuren könnten eines Tages auch die Erinnerung und das Wissen verschwinden. Vielleicht hätte man doch, wie der Abriss-Experte Prem im Nachhinein überzeugt ist, einen Kilometer Mauer einfach stehen lassen sollen.

 

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